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News / Aktuelles

39. ADAC Zurich 24h Rennen Nürburgring

Freud und Leid für Wolfgang Kudrass

Für die 39. Ausgabe des ADAC 24h Rennens auf dem Nürburgring hatte sich der Lohmarer Automobilkaufmann Wolfgang Kudrass viel vorgenommen. Bereits am Donnerstag startete der erfahrene und erfolgreiche Motorsportler zusammen mit seinem Sohn Alexander im Rahmenprogramm des Marathonrennens bei der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN). Dabei zeigte das Vater-und-Sohn-Team den etablierten RCN-Fahrern, wie man die traditionelle Nordschleife des Nürburgrings mit einem BMW 318iS schnellstens umrundet. Am Ende fehlten den beiden Lohmarern lediglich sechs Sekunden zum Klassensieg. Doch auch mit dem zweiten Platz, in der mit neun Fahrzeugen besetzten Klasse V2, war Wolfgang Kudrass durchaus zufrieden: „Es macht mir sehr viel Spaß zu sehen, dass Alex meine Ratschläge annimmt und sie auch sehr gut umsetzt.“ Dank der väterlichen Unterstützung ist Alexander Kudrass in seiner ersten RCN-Saison schon sehr schnell unterwegs.

Zum 24h Rennen änderte sich dann die Konstellation. Während sich Wolfgang Kudrass nun mit Christian Leutheuser (Reyersbach), Hubert Nacken (Steisslingen) und Ulli Packeisen (Wuppertal) im Cockpit des favorisierten Lingmann BMW 1er Coupé abwechselte, tauschte Alexander der Fahreranzug gegen den Mechanikeroverall und schraubte im Lingmann-Team am Auto seines Vaters. Der Wagen war erst wenige Wochen vor dem 24h Rennen fertig geworden und hatte bei zwei Läufen zum VLN Langstreckenpokal sein enormes Potential bereits unter Beweis gestellt. „Das Coupé fährt sich phantastisch“, war Wolfgang Kudrass von Anfang an begeistert.

Doch schon beim ersten Qualifikationstraining gab es einen herben Rückschlag. Im Bereich der Eiskurve wollte Ex-DTM Pilot Christian Abt den Lingmann BMW mit aller Gewalt überholen und schoss dabei das bis dahin gut platzierte 1er Coupé regelrecht ab. Der Wagen knallte vehement in die Leitplanken und die Ungeduld des Profis bescherte der Lingmann-Crew eine arbeitsreiche Nacht. Zahlreiche Teile mussten gerichtet und erneuert werden. Nach anstrengenden Stunden war der BMW am nächsten Morgen zwar wieder einsatzfähig – aber war er auch gut genug für den angestrebten Erfolg? Das zweite Training desillusionierte die Lingmann-Crew. Gute Rundenzeiten waren mit dem „recycelten“ BMW nicht mehr erreichbar. „Die komplette Hochleistungshinterachse musste gegen eine Serienachse getauscht werden“, berichtete ein sichtlich enttäuschter Wolfgang Kudrass, „und auch im Bereich der Bremse mussten wir auf Serienteile zurückgreifen.“

Trotz allem wollte das Team nicht aufgeben. Mit dem notdürftig instandgesetzten Wagen und mit gemischten Gefühlen ging man vor 250.000 Zuschauern an den Start. Allerdings stand der angeschlagene Bolide nach nur einer Rennrunde wieder in der Box und musste erneut repariert werden. Immer wieder traten Folgeschäden des Unfalls im Training auf und verursachten längere Standzeiten. Und immer wieder griffen die Mechaniker zum Werkzeug und versuchten den Wagen zum Laufen zu bringen. Insgesamt fünf Mal stand der BMW bis zu einer Stunde an der Box, dann machte ein weiterer Unfall im Streckenabschnitt „Pflanzgarten“ dem traurigen Spiel ein Ende. Nach dem Erfolg am Donnerstag war Wolfgang Kudrass beim 24h Rennen erneut glücklos: „Es machte keinen Sinn mehr. Wir hatten erst 36 gezeitete Runden geschafft und lagen weit hinter der Konkurrenz zurück. Bei den letzten fünf 24h Rennen hatte ich immer nur Pech. “

 

 

 

51. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen Nürburgring

 

Erfolgreicher Test für Wolfgang Kudrass

 

 

Zahlreiche Teams nutzten den fünften Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft, das 51. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen, als letzten Test vor dem alljährlichen Saisonhöhepunkt, dem 24h Rennen auf dem Nürburgring.

 

So auch der Lohmarer Automobilkaufmann Wolfgang Kudrass , der erneut das BMW 1er Coupè von Lingmann Motorsport zusammen mit Christian Leutheuser (Bastheim) und Alexander Schula (Hattersheim) pilotierte. Schon im Training am Samstagmorgen gelang es dem Trio das Potential des Wagens optimal umzusetzen: mit einer Bestzeit von 8:57.018 Minuten erreichte der gelben BMW die Pole-Position der Klasse SP5. „Der Wagen liegt fantastisch“, Wolfgang Kudrass war restlos begeistert. „Mit dem nun perfekt funktionierenden Renn-ABS können wir in die Kurven reinbremsen, dass es eine wahre Freude ist.“

 

Erwartungsgemäß ging der Lingmann BMW mit der Startnummer 188 nach dem Umschalten der Startampel souverän in Führung und behielt die Position bis etwa zur Mitte des Rennens. Erst dann gelang es den Zweitplatzierten Kappeler/Hennes/Gerling im BMW M3 aufzuschließen und dann auch zu überholen. „Wir wollten unser Coupè für das 24h Rennen in 14 Tagen schonen“, erklärte Wolfgang Kudrass das Überholmanöver. „Unsere Konkurrenz startet nicht bei dem Marathonrennen und ist daher heute volles Risko gefahren.“ Am Ende hatte der M3 die Nase vorn, aber Wolfgang Kudrass, Christian Leutheuser und Alexander Schula sahen zum ersten Mal mit dem BMW 1er Coupe die Zielflagge und das auf dem guten zweiten Platz. Zusätzlich wurde dem Lingman Coupé mit 8:57.801 Minuten die schnellste Rennrunde gutgeschrieben. Eine gute Ausgangslage für das anstehende 24h Rennen. So sieht es auch Wolfgang Kudrass: „Wir haben nun die Kinderkrankheiten bei dem neuen Auto aussortiert und rechnen uns zukünftig sehr gute Chancen aus.“

 

Beim ADAC Zurich 24h Rennen (23. – 26. Juni 2011), zu dem mehr als 200.000 Zuschauer erwartet werden, verstärkt Ulli Packeisen das erfolgreiche Team. Auch der Wuppertaler kennt die Nürburgring Nordschleife aus unzähligen Rennen und ist als Kfz-Meister bestens mit der BMW-Technik vertraut. Für Wolfgang Kudrass beginnt das Rennwochenende aber bereits am Donnerstag. Zusammen mit seinem Sohn Alexander startet er dann auf einem BMW 318iS bei der Rundstrecken Challenge Nürburgring im Rahmenprogramm der Marathonveranstaltung, bevor am Samstag um 16.00 Uhr der Start zum Hauptrennen freigegeben wird.

 

 

 

 

Lohmarer siegt am Nürburgring / Wolfgang Kudrass zurück auf der Siegerstraße

 

Ende gut, alles gut!

 

Mit einem Klassensieg beendete der Lohmarer Automobil-Kaufmann Wolfgang Kudrass zusammen mit seinen Teamkollegen Christian Leutheuser und Daniel Keilwitz den 2. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

Dabei hatte alles gar nicht optimal angefangen. Schon beim ersten VLN Lauf Anfang April musste Wolfgang Kudrass nach einem ärgerlichen Unfall zur Mitte des Rennens die Segel streichen. Und auch beim 36. DMV 4-Stunden-Rennen sah es erst einmal gar nicht so gut aus für den erfolgreichen VLN Gesamtsieger von 1979: „Wir haben ein Reifenproblem.“ Mit dem vorhandenen Material erwies sich der bärenstarke Lingmann BMW M3 im Grenzbereich als nahezu unfahrbar und mehr als der fünfte Trainingsplatz war in dieser Konstellation beim besten Willen nicht machbar. Nach kurzer Diskussion entschloss sich das Team, zum Rennen den Reifenhersteller zu wechseln.

Da die neuen Rennreifen erst aus dem Lager geholt werden mussten, sah sich Wolfgang Kudrass gezwungen, mit gebrauchten Vorjahresreifen an den Start zu gehen. Keine guten Bedingungen, aber der erfahrene Lohmarer machte das Beste daraus. Runde um Runde kämpfte er mit unterlegenem Material, bis er nach dem fünften Umlauf außerplanmäßig die Boxen ansteuerte. „Mir ist auf der Döttinger Höhe das Gasgestänge gebrochen. Ich konnte gerade noch in die Boxengasse rollen“, berichtete er entnervt. Nach der siebenminütigen Reparatur übernahm Daniel Keilwitz, der in der Woche zuvor in Oschersleben bei der ADAC GT Masters den zweiten Platz eingefahren hatte, den BMW M3. Doch auch er musste schon nach einer Runde erneut die Boxen anfahren – der Gurt hatte sich gelöst.

Von nun an aber lief alles Bestens. Mit den neuen Reifen wurden auch die Rundenzeiten besser. Schon zur Rennmitte führte der Lingmann BMW die Klasse SP6 an. Und als Wolfgang Kudrass zum Schlussturn ansetzte, konnte er mit seiner großen Rennerfahrung allen Risiken aus dem Weg gehen und sicher zum Sieg fahren. „Nach dem turbulenten Start bin ich mit dem Ergebnis doch ganz zufrieden“, berichtete er nach dem Zieleinlauf. „Wir haben trotz aller Probleme nicht aufgegeben und hatten am Ende die Nase vorn.“

Regelrecht begeistert war Kudrass auch von der Fahrt in seinem zukünftigen 1er BMW, den er vor dem Rennen erstmals auf der Nürburgring-Nordschleife testen konnte: „Handlich, leicht und schnell – was will man als Rennfahrer mehr.“ Der „Neue“ verfügt über die bewährte Technik des M3, ist aber kürzer und auch deutlich leichter. Daher verspricht er sich nicht nur mehr Speed, sondern auch ein besseres Handling sowie eine geringere Belastung der Reifen und der Bremsanlage: „Obwohl das Renn-ABS am Freitag noch nicht 100%ig arbeitete, spürte man schon deutlich die Unterschiede. Ich bin mir sicher, Herbert Lingmann und Christian Leutheuser bauen mir wieder ein Top-Auto.“

Noch ein weiteres Motorsportereignis bereitete Wolfgang Kudrass viel Spaß: „Vor zwei Wochen habe ich meinen Sohn Alexander bei seinem ersten Renneinsatz im Rahmen der Rundstrecken Challenge Nürburgring begleitet.“ Als Beifahrer konnte der über Jahre erfolgreiche Motorsportler seinem Filius bei dessen Premiere mit Rat und Tat zur Seite stehen. Obwohl es nicht für eine Platzierung reichte, war der stolze Vater mit dem Debüt zufrieden: „Alexander hat seine Sache sehr gut gemacht. Aber schon beim nächsten Rennen wird er alleine im Auto sitzen und muss eigene Erfahrungen sammeln.“

 

 
Sonntag, 20. Mai 2012
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